Wasserwacht Bad Staffelstein wieder beim Pfingstprogramm für Kinder dabei
BRK-Bereitschaft und Wasserwacht bereiten 30 Kindern einen unvergesslichen Tag auf dem Main und am Baggersee in Wiesen
Seit dem Start des Ferienprogrammes für Schulkinder ist die Wasserwacht aus Bad Staffelstein mit an Bord. Auch heuer wurde dem Verantwortlichen in der Stadtverwaltung, Herrn Markus Alin wieder eine Schlauchbootfahrt auf dem Main von Hausen bis Wiesen angeboten. Deshalb trafen 30 Kinder mit ihren Eltern am Freitagvormittag beim Kraftwerk in Hausen ein.
Als erstes stand eine Führung durch die Wasserkraftwerksanlage auf dem Programm. Der technische Leiter der Kraftwerke in Hausen, Lichtenfels und Oberwallenstadt, Herr Otto Fischer begrüßte die Gäste und erklärte erst die Aussenanlagen des Wehres. Die Anlage wurde bereits 1913 gebaut, und das innerhalb eines Jahres. Seitdem läuft die Stromerzeugung mit den technischen Einrichtungen bis zum heutigen Tage. Dies ist aber nur mit einer ständig sorgfältigen Wartung der Turbinen, Generatoren und der Ausseneinrichtungen möglich. Die kompletten drei Kraftwerke gehören der Stadt Coburg. Nach Errichtung der Stromversorgungseinrichtung in Hausen deckte das Werk ca. 60 Prozent des gesamten Stromverbrauches in Coburg. Heute hingegen sind es nur noch 0,6 Prozent. Aber es ist schon interessant zu sehen, wie aus Wasserkraft und Technik unsere Lampen zum Leuchten gebracht werden. Herr Fischer erklärte den aufmerksamen Zuhörern, wie aus den durch die Turbinen fließenden Wassermassen im Generator der Strom erzeugt wird. Bei normalem Wasserstand des Mains sind alle vier Stromerzeuger in Betrieb. Zum Abschluss wurde ein Rundgang durch die gesamte Anlage gemacht. Der Kraftwerksmeister erklärte die Wirkungsweise des Wehres und erzählte von den bis 1957 fahrenden Flößern.
Reinhold Schiegel von der Wasserwacht und die begeisterten Kinder bedankten sich mit einem Applaus bei Herrn Fischer. Anschließend wurden die Kinder auf die bereitstehenden Schlauchboote verteilt. In jedem Boot waren zwei erfahrene Rettungsschwimmer als Verantwortliche an Bord. Mit vereinten Paddelschlägen wurde vom Ufer abgelegt. Vorbei am Biotop ging die Reise weiter durch die Straßenbrücke bei Unnersdorf, wo einige Eltern oben mit den Kameras auf die Seemeute warteten. Immer wieder wurden um die Führung kleine Wettkämpfe ausgetragen. Die erste Pause zum Verschnaufen und Getränkefassen war am Anlegeplatz in Nedensdorf. Dort wurde der Kinderspielplatz erobert und man konnte sich wieder auf festem Boden bewegen. Das Vorauskommando in Wiesen wurde verständigt, damit der Grill seine richtige Temperatur erreicht. Nachdem die Gruppen wieder ihre Boote geentert hatten, ging die Schiffsreise durch den schönsten Teil der Mainstrecke, dem Trimeusel. Es ist schon imposant, durch diesen schnellen Abschnitt zu paddeln. Wenn man sich dabei vorstellt, wie der Main in Millionen Jahren sein Flussbett durch diese Felsformation gegraben hat, ahnt man, welche Kraft fließendes Wasser besitzt. Die Wasserwacht kennt diese Macht durch den Einsatz bei den immer wieder eintretenden Hochwassereinsätzen. Die Fahrt durch den Trimeusel ist jedes mal wieder ein Erlebnis, das den Höhepunkt auf dieser Strecke darstellt. Das letzte Stück bis Wiesen wurde ein kleines Rennen, da man schon dachte, den Bratwurstgeruch vom Grill in der Nase zu spüren. Nach einem Rechtsschwenk in den Wiesener Baggersee sah man schon die Rettungsfahrzeuge der BRK -Bereitschaft Bad Staffelstein, die sich wieder mit an der Aktion beteiligte. Michael Göbel und seine Truppe hatten die Fahrzeuge aus dem neuen Depot in Bad Staffelstein geholt und aufgereiht und mit der Wasserwacht ein großes Zelt aufgebaut. Nachdem die erste Ration an Bratwürsten verteilt und verspeist war und auch die angebotenen Getränke nicht verschmäht wurden, konnten die Rettungsfahrzeuge und Gerätewagen mit Beschlag belegt werden. Am beliebtesten waren die Fahrten durch die Ortschaft und am See entlang. Die Kinder wurden auf den Rettungswagen und den sechzig Jahre alten Unimog, der im schwierigen Gelände noch immer unschlagbar ist, aufgeteilt. Alle Mitglieder der Bereitschaft sowie der Wasserwacht üben ihre Tätigkeit als Ehrenamt unentgeltlich aus. Obwohl die Fahrt auf dem Main lange dauerte, hatten die Kinder vom Bootfahren noch nicht genug. Mit lautem Hurra waren die bereitstehenden Boote nochmal bis auf den letzten Platz besetzt und auf dem Baggersee begann die Gaudi aufs neue. So manche Eltern mussten noch eine Weile warten, bis sie Ihren Nachwuchs wieder mitnehmen konnten. Für die Kinder und auch die Betreuer der Wasserwacht und der BRK-Bereitschaft ging ein schöner Tag zu Ende. Vor allen war auch der Wettergott auf der Seite der Teilnehmer. Das Strahlen der Kinderaugen zeigte den Verantwortlichen, dass der Tag echt COOL war.