Wasserwacht hilft nun noch schneller

Die Staffelsteiner Ortsgruppe erhielt ein neues Einsatzfahrzeug des Kreisverbandes.
Es ist mit Ausrüstung für Wasserretter und Taucher und einer Funkanlage ausgestattet.
Bad Staffelstein — „Es ist nicht leicht, an ein neues Fahrzeug heranzukommen“, erklärte Wasserwacht-Kreisvorsitzender Oliver Naumann. Drei Jahre habe man warten müssen. Doch am Montagabend wurde das neue Einsatzfahrzeug der Kreiswasserwacht und des Bayerischen
Roten Kreuzes im Kreis vom Wasserrettungsdienst der Staffelsteiner Ortsgruppe feierlich in Betrieb genommen.
Der Landesverband vergibt die Fahrzeuge auf Vorschlag vom Bezirksverband, erläuterte Naumann die Wartezeit. Bezirksvorsitzender Alexander Rosenbach ging ins Detail: Nach einer Odyssee in den letzten Jahren habe man das Fahrzeug doch recht schnell erhalten, bedenkt man, dass die Gelder des Staates hinsichtlich der Wünsche zahlreicher Ortsverbände knapp bemessen seien. Die meisten benötigten einen Einsatzwagen oder die notwendige Ausrüstung. Dabei sollen alle Bürger die Hilfe erhalten, die sie von der Wasserwacht erwarten: „Professionell und schnell.“
Jürgen Zürbig, Kreisvorsitzender des BRK, legte die Kosten dar: 45 000 Euro koste das Fahrzeug, 90 Prozent davon zahle der Freistaat Bayern, die restlichen zehn Prozent, also 4500 Euro, „stemmt die Kreiswasserwacht“. Das Rote Kreuz und die Wasserwacht übernähmen mit ihren Einsätzen Aufgaben des Staates.
Technisch auf neuestem Stand
Auf dem neuesten technischen Stand sei das neue Einsatzfahrzeug, so Naumann weiter. Es sei innen mit Ausrüstung für Wasserretter und Taucher ausgestattet, dazu mit einer Funkanlage für schnelle Kommunikation. Neben dem Einsatz in der Wasserrettung diene der umgebaute Kleinbus als „Zugpferd“ für zwei Hochwasser-Boote, die in Bad Staffelstein stationiert sind. Für den Katastrophenschutz im gesamten Landkreis sei es somit „ein freudiges Ereignis“, dass nun – neben den Hochwasserbooten, mit denen der Bezirksverband den Landkreis schon vor Jahren ausgestattet hat – auch das Einsatzfahrzeug
zur Verfügung steht. So sei man bei einem überregionalen Einsatz schnell vor Ort.
Neben den wichtigen Aufgaben im Katastrophenschutz dient das Gefährt zur Unterstützung der Schnelleinsatzgruppe in Michelau und zur Ausbildung der Jugend. Herzlich lud Naumann andere Verbände ein, es dahingehend zu nutzen. Allzeit gute Fahrt wünschten auch der stellvertretende Kreisvorsitzende, Jürgen Feiner, der technische Leiter der Kreiswasserwacht,
Roland Mann, und Bürgermeister Jürgen Kohmann, bevor dem Vorsitzenden der Staffelsteiner Wasserwacht, Lothar Dumproff, der Schlüssel übergeben wurde.
Text und Bild mit freundlicher Genehmigung durch den Fränkischer Tag vom 18.09.2008.
Impressionen
Bilder Wasserwacht Bad Staffelstein